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Handbuch

Der Menüpunkt „Programm“ führt zu den zwölf Kapiteln des Online-Handbuchs, dem aktuellen Kompendium zum Internationalen Jugendprogramm. Schriftliche Auszüge finden sich unter „Medien“ in der Bibliothek zum Herunterladen.

 

Beraterrichtlinien

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 729900

Erstellt am 2011/11/20, zuletzt geändert am 2011/12/08

Die folgenden Ausführungen setzen die Anleitung „Multiplikatoren: Allgemeine Grundsätze“ voraus. Sie dienen gleichzeitig als Rahmen für die Ausarbeitung der Anleitungen für die Einzelsitzungen der Vor-Ort-Besuche.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer:

Erstellt am: , geändert am:

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Die folgenden Ausführungen setzen die Anleitung „Multiplikatoren: Allgemeine Grundsätze“ voraus. Sie dienen gleichzeitig als Rahmen für die Ausarbeitung der Anleitungen für die Einzelsitzungen der Vor-Ort-Besuche.

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Berater

Rahmen

Berater unterstützen den Workshopleiter des Trägervereins bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Vor-Ort-Besuchen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Bedeutung der Beratung und speziell der Vor-Ort-Besuche im Rahmen des Hilfesystems des Trägervereins (vgl. die Darstellung der Vor-Ort-Beratung und des Hilfesystems im Programmarbeitsband) verstanden sind.

Wie beim Programm selbst geht es auch bei der Vor-Ort-Beratung darum, eine offene und positive Umgebung zu gewährleisten, in der die Vertreter des Programmanbieters Stärken und Entwicklungspotenziale selbst feststellen und den Entwicklungsplan eigenständig fortschreiben. Abgesehen von der Feststellung von Stärken und Schwächen, die die Teilnehmer des Workshops übersehen haben, leistet der Berater deshalb im Normalfall nur Hilfe zur Selbsthilfe.

Berater sind Helfer und keine Inspekteure – in der Regel unterstützen sie Pilotprojekte zur Programmentwicklung. Es kommt deshalb vor allem darauf an, schon im Vorfeld des Vor-Ort-Besuchs aber vor allem in dessen Verlauf eine „helfende Beziehung“ aufzubauen. Wie das Programm den Teilnehmern „gehört“ ein festgestelltes Problem zunächst einmal dem Programmanbieter, mit dem gemeinsam an einer Lösung zu entwickeln ist. Grundvoraussetzung ist die Anerkennung und Wertschätzung des Vorhandenen.

 

Kompetenzen

Entsprechend dieser Aufgabenbeschreibung ist der Berater mehr „Ermöglicher“ als „Macher“. Er muss ausgehend von seinen beim Beraterlehrgang erworbenen fachlichen Kenntnissen zur Qualitätsentwicklung bei den Vor-Ort-Besuchen insbesondere über Moderatorenkompetenzen in Bezug auf Methoden, Prozesse und Beziehungsaufbau verfügen.

Das lernt man aber sicher nicht an zwei und auch nicht an fünf Wochenenden. Mehr als alle anderen Multiplikatorenfunktionen ist deshalb die des Beraters auf entsprechende Vorerfahrungen und eine stetige Entwicklung in der Praxis angewiesen. Deshalb eignet sich der Beraterlehrgang vor allem für zertifizierte Trainer – und zwei Beratungen pro Jahr sind für die Praxis gerade am Anfang das absolute Minimum.

 

Vorgaben und Hilfen

In der Tätigkeit als Berater sind besonders zu beachten:

  1. der gesamte Programmarbeitsband – vor allem die Kapitel zur Programmentwicklung*);

  2. die Anleitungen Vor-Ort-Besuche (inkl. Muster-Stundenplan), Dokumentation, zu den Pilotprojekten, Entwicklungsplan sowie Selbstbewertung (inkl. der zugehörigen Excel-Datei in der Bibliothek) in der Leitermappe.

Eine Mappe mit Anleitungen zu den Elementen der Vor-Ort-Beratung ist in Entwicklung. Bezüglich der Moderatorenkompetenz sollte jeder Trainer nach und nach ein eigenes Repertoire entwickeln, auf das er jederzeit zurückgreifen kann. Eine umfangreiche Handbibliothek findet sich in der Alten Bahnmeisterei.

 

Vor-Ort-Besuche

Grundsätze

  1. Zielsetzung: Vor-Ort-Besuche haben die Form von Beratungsworkshops, als deren Ergebnis der Entwicklungsplan gemeinsam aktualisiert wird. Sie können von Programmanbieter oder Trägerverein auch außerhalb der Fixpunkte Programmeinführung, Lizenzerweiterung auf die Goldstufe, Lizenzerweiterung auf mehrere Anbieterstellen und Lizenzerneuerung veranlasst werden.

  2. Hauptelemente: Hauptelemente sind: Einführungssitzung mit dem Team, Treffen mit der Leitung der Organisation, Beobachtung einer Probetour oder Abschlussunternehmung, Teilnehmerinterviews; Auswertungssitzung mit dem Team.

  3. Dauer: Der Workshop dauert 2,5 Tage.

  4. Leitung: Trägerverein.

 

Elemente und ihre Ziele (als Unterpunkte aufgelistet)

  1. Einführungssitzung

    1. Begrüßung

    2. Kennenlernen

    3. Präsentation von Organisation, Programmarbeit und Selbstbewertung

    4. Fragerunde

  2. Treffen mit der Leitung der Organisation

    1. Anerkennen und Wertschätzen der Arbeit

    2. Möglichkeit zum Ansprechen von Problemen

  3. Zusammenfassung 1

    1. Zwischenbilanz in der Workshopgruppe

    2. Zeit für interne Zusammenfassung des Beratertandems

  4. Beobachten einer Probetour oder Abschlussunternehmung

    1. Planung

    2. Beobachtung

    3. Auswertung

  5. Zusammenfassung 2

    1. Zwischenbilanz in der Workshopgruppe

    2. Zeit für interne Zusammenfassung des Beratertandems

  6. Teilnehmerinterviews

    1. Anerkennen und Wertschätzen der Leistungen

    2. Kennenlernen

    3. Herausarbeiten der Kernerfahrungen im Sinne des Mottos und der Perspektiven

  7. Zusammenfassung 3

    1. Zwischenbilanz in der Workshopgruppe

    2. Zeit für interne Zusammenfassung des Beratertandems

  8. Auswertungssitzung

    1. Fortschreiben des Entwicklungsplans

    2. Abschluss

*) Derzeit in Entwicklung. Bis zur Fertigstellung gilt für Berater die EFQM-Broschüre.