Lernstationen im Programmteil Expeditionen
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer: 657102
Erstellt am 2008/10/01, zuletzt geändert am 2010/09/24
Nicht nur im Programmteil Expeditionen, sondern auch bei „Schnupperkursen“ und Lehrgängen ist diese aufwendige, aber auch effektive Methode beliebt. Bei der Expeditionsausbildung sind meist kleinere Gruppen von einem Ausbilder begleitet im Freien unterwegs.
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
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Nicht nur im Programmteil Expeditionen, sondern auch bei „Schnupperkursen“ und Lehrgängen ist diese aufwendige, aber auch effektive Methode beliebt. Bei der Expeditionsausbildung sind meist kleinere Gruppen von einem Ausbilder begleitet im Freien unterwegs.
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Allgemeines
Bei der Expeditionsausbildung von Programmteilnehmern sind meist kleinere Gruppen von einem Ausbilder begleitet längere Zeit im Freien unterwegs; das Finden der Stationen, die alle anzulaufen und (oft in ca. einer halben Stunde) „abzuarbeiten“ sind, ist Teil der Aufgabenstellung. Bei Lehrgängen sind die Abstände zwischen den Stationen und die Verweildauer an ihnen wesentlich verkürzt, eine Begleitung findet in der Regel nicht statt.
Die Themen orientieren sich am Stoffplan (vgl. Online-Handbuch bzw. Expeditionsführer (2. Aufl.)). Je nach Ausbildungsstand können exemplarisch aus jedem Bereich ein oder zwei Themen bearbeitet werden, kann man sich auf zwei oder drei Bereiche mit einer entsprechend größeren Aufgabenzahl beschränken oder sich gar nur auf einen einzigen Bereich, der gerade besonders wichtig ist, konzentrieren.
Die Methode ist zwar sehr effektiv, benötigt aber zur erfolgreichen Umsetzung auch zahlreiche Ausbilder (und viel Material – vgl. weiter unten). Bei fünf begleiteten Gruppen und fünf doppelt besetzten Stationen sind mindestens 15 Personen im Einsatz. Allerdings kann der zweite Ausbilder selbst ein Programmteilnehmer mit entsprechenden Kenntnissen sein, der sich damit selbst für eine höhere Stufe weiterbildet.
Gruppen und Stationen
Es kann sinnvoll sein, dass die Gruppen weniger als vier Mitglieder haben, gerade bei Anfängern. Wichtig ist, dass die Gruppenstärke im Großen und Ganzen einheitlich ist. Damit jeder hinreichend angeleitet werden kann und die Gruppen hierzu bei Bedarf geteilt werden können, sollten die Stationen sind mit zwei Ausbildern besetzt werden.
Häufig werden ca. fünf „thematisch dekorierte“ Stationen gebildet, die jeweils über eine Zufahrt verfügen (Ausrüstung!) und auf einem Parcours möglichst gleichmäßig verteilt sind. Um wetterunabhängig zu sein, werden dabei soweit wie möglich Hütten genutzt und freie Stationen per Tarp „abgedichtet“. Als Sitzgelegenheiten werden oft Bierzeltgarnituren oder Campingtische und -stühle verwendet.
Obwohl die Methode auch mit einer einzigen Gruppe sehr effektiv praktiziert werden kann (der oder die Begleiter wirken dann gleichzeitig auch als Stationsbetreuer!), ist sie besonders dann interessant, wenn mehrere Gruppen vorhanden sind. Die Organisation ist besonders einfach, wenn es genauso viele Stationen wie Gruppen gibt.
Die Stationen führen über alle Gruppen Buch und versuchen, sich ein Bild über den Kenntnisstand jedes Teilnehmers zu verschaffen (Karteikarte). Die Gruppen führen, alles wasserdicht verpackt, einen Stationsplan mit sich (z.B. in Form einer Liste mit UTM-Koordinaten), außerdem natürlich Karte, Kompass und Schreibzeug. Expeditionskleidung und -ausrüstung ist selbstverständlich, Klemmbretter sind hilfreich.
Beim Start verteilen sich die Gruppen auf dem jeweils schnellsten Weg auf die Stationen (1 geht zu 1 usw.). Dann werden die Stationen z.B. im Uhrzeigersinn durchlaufen. Damit es zu keinen „Staus“ kommt, sollte die maximale Verweilzeit an einer Station etwas kleiner sein als die Wanderzeit von Station zu Station. Nötigenfalls wird eine wartende Gruppe von ihrem Begleiter außerhalb der Sicht auf die Station beschäftigt.
Ausrüstung und Technik
Bei dieser Methode ist Planung alles, da Stationen, Ausbilder und Gruppen für ihr Gelingen unbedingt richtig ausgerüstet werden müssen. Es sollte alles so gut vorbereitet sein, dass die Stationen per Pkw und Anhänger schnell auf- und abgebaut werden können. Ein mit zwei Personen und Pkw ausgestattetes „Basislager“ ist zu empfehlen. Dort wird dann auch Buch über den Gesamtfortgang der Ausbildung geführt.
Die jeweils benötigten Teile werden in Listen festgelegt und vor Beginn nochmals überprüft:
Übersicht Stationsausrüstung (Übersichtsblatt);
Übersicht Ausbilderausrüstung (sowohl die verantwortlichen Stationsausbilder wie die Begleiter müssen z.B. mit Mobiltelefon bzw. Funkgeräten sowie einer Telefon- oder Funkrufnamenliste ausgestattet sein);
Übersicht Kleidung und Ausrüstung der Gruppen und Teilnehmer (z.B. präpariertes Formblatt).



