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Handbuch

Der Menüpunkt „Programm“ führt zu den zwölf Kapiteln des Online-Handbuchs, dem aktuellen Kompendium zum Internationalen Jugendprogramm. Schriftliche Auszüge finden sich unter „Medien“ in der Bibliothek zum Herunterladen.

 

Allgemeine Grundsätze des Projekts auf der Goldstufe

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 570705

Erstellt am 2006/02/27, zuletzt geändert am 2009/04/21, begonnen am 1997/01/12

Der erste Abschnitt des Handbuchkapitels zum Projekt auf der Goldstufe stellt dessen Ziele und Inhalte, Grundprinzipien, Chancen für junge Menschen, Anforderungen und Tätigkeitsarten dar.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer:

Erstellt am: 12. Januar 1997, geändert am:

Fotos:

Der erste Abschnitt des Handbuchkapitels zum Projekt auf der Goldstufe stellt dessen Ziele und Inhalte, Grundprinzipien, Chancen für junge Menschen, Anforderungen und Tätigkeitsarten dar.

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Ziele und Inhalte

Die Beteiligung an einer mehrtägigen Maßnahme mit unbekannten Leuten in ungewohnter Umgebung soll den Horizont junger Menschen wesentlich erweitern und einen entscheidenden Impuls zur Selbstentwicklung geben. Die Maßnahme kann – wie z.B. ein Segelkurs, ein Fotografieworkshop oder ein Umweltprojekt – ein bereits ausgeübtes Hobby vertiefen oder den Rahmen für völlig neue Erfahrungen bieten – wie z.B. die Mitarbeit in einem Jugendzeltlager, ein Französischkurs in Paris oder ein Hilfsprojekt im Himalaja.

 

Prinzipien

  1. Organisatorischer Rahmen für das Erreichen dieser Ziele sind mindestens fünftägige Blockmaßnahmen (vier Übernachtungen), die den Teilnehmer aus der gewohnten Umgebung und dem normalen Tagesgeschäft herausführen.

  2. Grundvoraussetzung auf Seite des Teilnehmers ist, dass er die anderen Beteiligten an der Maßnahme nicht kennt. Auf dieser Grundlage kann die Zielsetzung umso besser erreicht werden, je vielfältiger die Hintergründe der anderen Teilnehmer sind.

 

Chancen für junge Menschen

Das Goldprojekt sollte jungen Menschen Gelegenheit bieten

  1. eine ungewohnte Umgebung zu erleben;

  2. neue Beziehungen zu knüpfen und Anteil an anderen zu nehmen;

  3. im Team auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten;

  4. Verantwortung für andere und für einander zu übernehmen;

  5. die Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln;

  6. Unternehmungsgeist zu zeigen;

  7. Freude am Zusammenleben und -arbeiten zu haben.

 

Anforderungen

Gefordert ist die Teilnahme an einer Gemeinschaftsaktivität wie zum Beispiel einem Ausbildungskurs – mit integrierter Unterkunft, weg von zu Hause und in unbekannter Umgebung. Die Teilnehmer benötigen im Normalfall vor dem Projekt eine Einführung oder Ausbildung, um sich voll in die Aktivität einbringen und den maximalen Nutzen aus ihr ziehen zu können.

 

Täigkeiten

Wo und Was?

Typische Umgebungen sind Bildungsstätten, Jugendherbergen, Lager bzw. Biwaks oder Segelschiffe. Familienaufenthalte sind nicht möglich. Die Wahl liegt allein beim Teilnehmer, vorausgesetzt, sie erfüllt die Bedingungen. Sie muss frei getroffen werden und die Teilnahme darf nicht mit einem finanziellen Gewinn verbunden sein.

Das Projekt muss Möglichkeiten bieten, Interessen und Erfahrungen zu erweitern – es ist ein idealer Anreiz zum Ausprobieren einer neuen Aktivität. Unter bestimmten Umständen kann es jedoch auch mit Interessen oder Aktivitäten aus anderen Programmteilen verbunden werden. Probe- und Abschlussunternehmungen des Programmteils Expeditionen können nicht als Projekt gewertet werden.

Mit wem?

Sich als einzelne zu beteiligen, entspricht nicht nur der Zielsetzung des Projekts am besten, sondern ermöglicht es den Teilnehmern auch, aus der Mitwirkung den größten Nutzen ziehen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte höchstens ein kleiner Teil der Mitwirkenden mit dem Teilnehmer zu Hause, in der Schule, bei der Arbeit oder in der Freizeit regelmäßig zu tun haben. Nur so können junge Menschen neue Freunde finden und neue Beziehungen aufbauen.

Wie lange?

Der Zeitraum für das Projekt muss mindestens fünf Tage und vier Nächte in Folge umfassen.

Wann?

Manche Teilnehmer kann ein Zeitpunkt am Beginn der Goldstufe dazu motivieren, mit dem Programm weiterzumachen. Anderen bringt es mehr, es erst später durchzuführen, wenn sie die notwendige Reife und Bereitschaft für ein ehrgeiziges Projekt besitzen.

 

Gruppen und Beispiele

Aus praktischen Gründen sind die Tätigkeiten nach dem Vorbild des britischen Programms zu vier Gruppen zusammengefasst. Diese sind in alphabetischer Reihenfolge (zwei Beispiele und englische Bezeichnung in Klammern):

  1. Aktivitäten (Delegierter bei einem Jugendkongress, Kellnern bei einem Musikfestival – activity based)

  2. Dienst an anderen (Renovierung eines Kindergartens, Mitarbeit in der Zeltlagerleitung – service to others)

  3. Lernen (Fotoworkshop in einem Sommercamp, Kochkurs in Frankreich – learning)

  4. Natur- und Denkmalsschutz (Wanderwegeerhaltung in den Alpen, Mitarbeit bei einem Schmalspurbahnprojekt – environment and conservation).

Beispiele zu allen Gruppen finden sich am Kapitelende sowie auf der Website des britischen Duke of Edinburgh‘s Award (deshalb sind auch die britischen Gruppenbezeichnungen aufgeführt).