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Arbeitsteam: Grundsätze

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 697301

Erstellt am 2010/07/27, zuletzt geändert am 2010/12/05

Im Team lassen sich folgende Verantwortungsbereiche unterscheiden: das Management der Programmarbeit durch die Programmleitung, die Begleitung des Teilnahmeprozesses durch Leiter und Mentoren sowie die fachliche Betreuung im Programmteil Expeditionen durch Ausbilder, Aufsichtspersonen oder Gutachter.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

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Im Team lassen sich folgende Verantwortungsbereiche unterscheiden: das Management der Programmarbeit durch die Programmleitung, die Begleitung des Teilnahmeprozesses durch Leiter und Mentoren sowie die fachliche Betreuung im Programmteil Expeditionen durch Ausbilder, Aufsichtspersonen oder Gutachter.

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Allgemeines

„Arbeitsteam“ ist der Sammelbegriff für die Leistungsträger der Programmarbeit:

  1. Programmleitung (indirekt auch der Leiter der Organisation);

  2. Gruppenleiter und Mentoren, die den Teilnahmeprozess insgesamt begleiten;

  3. Betreuer im Programmteil Expeditionen (Expeditionsteam).

Das Team ist somit gleichzeitig Kopf, Herz und Hand der Programmarbeit. Grundlagen seiner Tätigkeit sind:

  1. die langfristige Legitimation und Verfassung der Programmarbeit, z.B. in Einführungsbeschluss und Mission;

  2. der mit der Organisation abgestimmte Entwicklungsplan als mittelfristig angelegte strategische Ausrichtung;

  3. Jahresplan und Mittelzuweisung im Jahresbudget und ggf. weitere kurzfristige Aktionspläne.

Die Programmarbeit ist immer nur ein Nebenanliegen der Organisation. Die Überlebensaufgabe des Teams ist es deshalb, durch stetige personelle Auffrischung für die eigene Selbsterhaltung und über diese auch für den Bestand und Weiterentwicklung der Verfassung der Programmarbeit in der Organisation zu sorgen.

 

Größe

Die Zahlenvorgaben in den „Kriterien für Programmanbieter“ beschreiben nur den Mindeststandard, der nur für kleine Anbieterstellen ausreicht. Da der Programmteil Expeditionen den größten Zeitaufwand beinhaltet (vgl. Anleitung in der Leitermappe), sollte der Aufbau eine Expeditionsteams bereits zu den Zielen des Pilotprojekts beim Programmstart gehören.

Solange die Arbeitsbelastung nicht zur groß wird und die Qualität der Arbeit nicht darunter leidet, können auch mehrere Rollen gleichzeitig ausgeübt werden. So ist es bei einer Anbieterstelle mit nur einer Teilnehmergruppe möglich, dass in einem vierköpfigen Arbeitsteam alle Mitglieder gleichzeitig Managementaufgaben wahrnehmen, einzelne Teilnehmer begleiten und im Programmteil Expeditionen aktiv sind.

Bevor die Teilnehmerbasis vergrößert oder die Arbeit auf die Silber- oder gar die Goldstufe erweitert wird, muss das Team entsprechend verstärkt werden. Falls entsprechende Erweiterungsabsichten bestehen, müssen sie im Entwicklungsplan fixiert und die erforderlichen Lehrgänge besucht werden.

Ein größeres Team verringert aber nicht nur die Arbeitsbelastung für die einzelnen Teammitglieder, sondern hat auch mehr Leute, die sich über die Programmarbeit Gedanken machen. Dies verbessert deren Qualität und Nachhaltigkeit, was das Ansehen des Programms verstärkt und die Programmarbeit erleichtert.

Nicht zuletzt steigt mit der Größe des Teams das Gewicht des Programms in der Organisation. Die Mitarbeiter selbst sind das wichtigste Instrument der Verzahnung der Programmarbeit mit Grundauftrag und Portfolio der Organisation. Die Organisation unterstützt die Programmarbeit deshalb am effektivsten dadurch, dass sie diese auf möglichst viele Schultern verteilt.

 

Zusammensetzung

Das Arbeitsteam kann sich aus folgenden Personengruppen zusammensetzen:

  1. Mitarbeiter der Einrichtung;

  2. Schülermentoren (nur an Schulen);

  3. Eltern;

  4. Mitarbeiter von Kooperationspartnern;

  5. Ehemalige (z.B. Mitglieder des Gold-Netzwerks);

  6. sonstige externe Einzelpersonen.

Für die drei Aufgabenbereiche des Arbeitsteams sind die Personengruppen von Natur aus unterschiedlich gut geeignet:

  1. Die Rolle des Programmkoordinators bzw. Programmleiters ist Mitarbeitern der Organisation vorbehalten, die auch weitgehend die Programmleitung stellen muss.

  2. Schülermentoren können die Programmleitung in fast allen Bereichen ganz erheblich entlasten. Details finden sich in der Leitermappe.

  3. Eltern, Ehemalige und sonstige Externe können vor allem im Expeditionsteam wichtige Aufgaben übernehmen. Es können aber auch Sonderaufgaben in der Programmleitung wie die Pressearbeit übernommen werden.

 

Expeditionsteam

Ein Expeditionsteam erleichtert die Arbeit im Expeditionsbereich erheblich. Es stellt auch die Einhaltung des „Vier-Augen-Prinzips“ sicher, da sich leichter ein Gutachter findet, der bei der Ausbildung nicht beteiligt war. Nicht zuletzt hilft es auch, im Rahmen einer lokalen Kooperation Synergien freizusetzen – zum Beispiel durch gemeinsame Expeditionsveranstaltungen.

Die Teammitglieder betätigen sich vor allem als Ausbilder, Aufsichtspersonen oder Gutachter. Sie warten aber meist auch die Expeditionsausrüstung inkl. Kartenmaterial und nehmen der Programmleitung oft auch die Entwicklung der Expeditionsgebiete ab, vor allem in Bezug auf sichere Übernachtungsplätze.

Die Teilnahme am Grundlehrgang ist nur für die Rollen von Aufsichtsperson und Gutachter vorgeschrieben. Da der Einsatz ausschließlich für den Programmteil Expeditionen überschaubarer ist als der für die Programmleitung selbst, lassen auch viel leichter geeignete Erwachsene für die Mitarbeit im Expeditionsteam begeistern. Weitere Informationen finden sich in der Leitermappe.