Anleitung: Formulare zur Aktivitätenplanung
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer: 670704
Erstellt am 2009/05/03, zuletzt geändert am 2009/06/11
Die Formularsammlung enthält eine Reihe von Formblättern, die die Teilnehmer bei der Planung ihrer Aktivitäten unterstützen und das Ergebnis dieses Prozesses als Grundlage für Begleitung und Gutachten dokumentieren sollen. Diese Anleitung führt in deren Gebrauch ein.
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
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Die Formularsammlung enthält eine Reihe von Formblättern, die die Teilnehmer bei der Planung ihrer Aktivitäten unterstützen und das Ergebnis dieses Prozesses als Grundlage für Begleitung und Gutachten dokumentieren sollen. Diese Anleitung führt in deren Gebrauch ein.
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Die Formularsammlung enthält inzwischen eine Reihe von Formblättern, die die Teilnehmer bei der Planung ihrer Aktivitäten in den Programmteilen unterstützen und das Ergebnis dieses Prozesses als Grundlage für Begleitung und Gutachten dokumentieren sollen.
Statt der ganzen Reihe können auch nur einzelne Formblätter verwendet werden. Anmeldeformular und Aktivitätenplaner für die vier (Gold: fünf) Programmteile sind jedoch obligatorisch.
Möglicherweise lassen sich zunächst nicht für alle Programmteile geeignete Aktivitäten finden und planen. Diese „Lücke“ sollte den Programmstart zwar nicht behindern, darf aber auch nicht in Vergessenheit geraten.
Die Anleitung geht von der Arbeit mit einer Gruppe angehender Teilnehmer aus; Formulare und Hinweise lassen aber leicht auf einzelne „Anfänger“ bzw. den Übergang auf die nächste Programmstufe übertragen.
Wie das Begleitheft können die Formblätter (und diese Anleitung...) auch für die Entwicklung von Teilnehmer-Kurzporträts – zum Beispiel für Presseartikel oder im Rahmen von Lehrgängen – eingesetzt werden.
Vorarbeit
Damit angehende Teilnehmer Aktivitäten im Rahmen der Teilnahme am Internationalen Jugendprogramm vernünftig planen können, müssen sie
das Programm hinreichend verstanden haben;
mit Hilfe von Ideensammlungen und Auswahllisten zu den Programmteilen Aktivitäten „ihrem“ Programmteil zuordnen können;
persönliche Ziele, die mit sie mit der Teilnahme am Programm verwirklichen wollen, vorläufig formuliert und in das Übersichtsblatt übertragen haben.
Außerdem sollten auch die Eltern informiert sein und die Teilnahme unterstützen. Das Anmeldeformular kann bereits im Rahmen der Vorarbeit vorläufig ausgefüllt und unterschrieben werden.
Für eine Einführung in die Programmgrundsätze sind mindestens anderthalb Stunden zu veranschlagen. Als schriftliche Grundlage wird dabei die Grundinformation ausgehändigt, ggf. auch schon Begleitheft*) und Teilnehmermappe**).
Die vorläufigen allgemeinen Teilnahmeziele werden am Ende der Aktivitätenplanung nochmals reflektiert und ggf. überarbeitet.
Das Begleitheft sollte spätestens am Ende des Prozesses ausgehändigt werden.
Formulare
Übersicht
Es stehen folgende Formulare zur Verfügung:
Anmeldung (f1);
Wochenplan (f41): Übersicht über das wöchentliche Arbeits- und Freizeitprogramm, Feststellung bereits vorhandener Aktivitäten und von „Zeitfressern“;
Aktivitäten: Bestandsaufnahme (f37): Feststellung für das Programm nutzbarer Aktivitäten sowie noch nicht abgedeckter Programmteile;
Aktivitäten: Träume (f43): Bestandsaufnahme von Wunschaktivitäten, die noch nie getätigt wurden – einschließlich der Gründe für die bisherige Nicht-Umsetzung;
Programmplaner für die Programmteile (f44 – f48): Detailplanung der Aktivitäten (in Zusammenarbeit mit Aufsichtsperson und Gutachter);
Aktivitäten: Übersichtsblatt (f38);
Bei den Aktivitätenformularen ist es oft sinnvoll, sie zum Ausfüllen auf das Format DIN A 3 zu vergrößern,
Anmeldung
Dieses Formular hat vor allen rechtliche Bedeutung. Nur wenn es von Eltern und Teilnehmer unterschrieben vorliegt, darf das Begleitheft ausgehändigt und mit Aktivitäten begonnen werden.
Wochenplan
Dieses Formblatt ist der eigentliche Ausgangspunkt des Planungsprozesses und ist deshalb besonders wichtig. Es liefert nicht nur eine Übersicht über das wöchentliche Arbeits- und Freizeitprogramm des Teilnehmers und damit erste Hinweise auf mögliche Tätigkeiten für das Programm, sondern zeigt auch „Zeitfresser“ und Zeitreserven.
Deshalb ist es wichtig, dass auch Beschäftigungen wie Bahnfahrt zur Schule (Beschäftigung?), Computer, Einkaufen (Mode!), Fernsehen, Inliner, Jugendtreff, Musik hören oder Lesen berücksichtigt werden. Die Frage „Was genau?“ hilft dann oft im zweiten Schritt beim Finden echter Interessen bzw. möglicher Aktivitäten weiter.
Aktivitäten: Bestandsaufnahme
In diesem Formblatt werden die „aktivitätenrelevanten“ Ergebnisse des Wochenplans festgehalten. Mehrfachnennungen in Programmteilen sind jetzt ebenso deutlich wie „Lücken“, die noch gefüllt werden müssen.
Nicht alle Programmteilnehmer sind Schüler. Die Zeile „Schule“ muss dann einfach passend umbenannt werden – zum Beispiel in „Hochschule“. „Gruppe“ steht auch für Verein, Club oder Jugendhaus.
Durch Einkreisen oder eine andere Markierung können nun schon Aktivitätenwahlen getroffen werden. Die Lücken dienen als Orientierung für das Formblatt „Aktivitäten: Träume“.
Aktivitäten: Träume
Jedes persönliche Programm soll sowohl die Möglichkeit, Bekanntes weiterzuentwickeln wie auch die Chance, Neues zu entdecken, beinhalten. Mit diesem Formblatt sollen die Ideen und Möglichkeiten für neue Aktivitäten genauer untersucht werden.
Beim Überlegen, was das vielleicht sein könnte, muss man meistens gar nicht am Nullpunkt beginnen. Jeder hat schon von Sachen, die er gerne einmal machen würde, geträumt – auch wenn es bisher nicht zur Umsetzung gekommen ist.
Während bei der Bestandsaufnahme vom Ort der Aktivitäten („Schule“ etc.) ausgegangen wurde, ist jetzt zu den Wunschaktivitäten im Nachhinein zu überlegen, wo man sie möglicherweise durchführen könnte.
So wichtig wie die Aktivität selbst sind die (ehrlichen) Gründe, die bisher dafür gesorgt haben, warum sie nicht in Angriff genommen bzw. abgebrochen wurde. Daraus lässt sich dann im zweiten Schritt möglicherweise schon ein Aktionsplan zur Umsetzung gewinnen.
Programmplaner
Im wichtigsten Schritt wird dann im Programmplaner für jeden Programmteil das persönliche Programm „offiziell“ fixiert – zusammen mit dem Gesamtziel „sind“ die vier (Gold: fünf) Blätter das persönliche Programm des Teilnehmers.
Für die Detailplanung ist auch der Betreuer hinzuzuziehen, der als Experte auch die „Feintarierung“ übernimmt. Zusammen mit den ebenfalls in der Teilnehmermappe enthaltenen Protokollblättern dienen die Formblätter als Grundlage für Zwischenreflexionen und Gutachten.
Aktivitäten: Übersichtsblatt
Um vor lauter Bäumen den Wald nicht aus den Augen zu verlieren, werden Gesamtziel und Aktivitätenplanung in diesem Formblatt übersichtlich zusammengefasst. Um den Grad der Herausforderung besser beurteilen zu können, enthält es auch „Metainformationen“ zu den Aktivitäten wie „leicht“ oder „schwer“.
Organisation
Wegen des erforderlichen Zeitaufwandes wird der beschriebene Prozess am besten in ein „Anfängerwochenende“ integriert. Dieses kann vertiefter Information über das Programm und mit der ersten Expeditionsausbildung verbunden werden und dadurch selbst zur Teilnahme motivieren. Berichte über solche Veranstaltungen, die sich als sehr wirkungsvoll erwiesen haben, finden sich im Magazin NETZWERK.
Wenn die Vorarbeiten abgeschlossen sind, kann auch ein Tagesseminar sehr gute Ergebnisse liefern. In dieses müssen dann kooperative Abenteuerspiele und andere „aktive“ Elemente in geeigneter Form integriert werden.
*) Der Qualipass zum Jugendabzeichen Baden-Württemberg kann gleichzeitig als Begleitheft und als Teilnehmermappe genutzt werden.
**) Vgl. spezielle Anleitung.



